Kleinwagen: Die Autos der Zukunft
Nach der Abwrackprämie, die im letzten Jahr für stabile Absatzzahlen in den Autohäusern sorgte, haben die Autohäuser in diesem Jahr Probleme an die Zahlen aus dem letzten Jahr anzuknüpfen. In diesem Jahrzehnt setzen sowohl die Massenhersteller, als auch die Premiumhersteller auf Autos, die kleiner, sauberer und somit umweltfreundlicher sind.
BMW ist im Kleinwagensegment bereits mit der Kultmarke Mini vertreten, aber auch Audi, der derzeit größte Konkurrent BMWs, will erneut versuchen mit einem Kleinwagen durch zu starten und bringt mit dem Audi A1 im April einen Wagen auf den Markt, der mit dem Mini in direkte Konkurrenz treten soll. Die großen Autos lassen sich von den Kleinwagen zwar nicht so schnell vom Markt verdrängen, in den nächsten Jahren wird es aber für die Automobilhersteller immer wichtiger auch mit guten Kleinwagen vertreten zu sein. Diese bringen aber nicht so viel Geld und um den Gewinn zu erzielen, den eine Oberklassenlimousine bringt müssen ganze fünf Kleinwagen verkauft werden.
Einen Ansturm auf Kleinwagen, wie es ihn im letzten Jahr gab, wird es 2010 sicherlich nicht geben. 2009 war es für Autokäufer, die die Abwrackprämie genutzt haben günstiger einen Kleinwagen anstelle eines großen Autos zu kaufen. In den nächsten Jahren werden die Kleinwagen aber an Bedeutung für die Automobilindustrie gewinnen, weil sie aus ökologischen und ökonomischen Gründen einfach die besseren Autos sind. Kleinwagen verbrauchen in der Regel weniger Sprit und kosten weniger, so dass manch einer auf eine Autofinanzierung verzichten kann und das Auto gleich bezahlt.
Nur noch Kleinwagen auf Deutschlands Straßen?
In 10 bis 20 Jahren soll der Anteil der Kleinwagen weltweit von bisher 45 Prozent auf ganze 60 Prozent steigen, große Autos werden aber weiterhin produziert werden. Die Kunden werden die Autos, wie heute auch, nach ihren jeweiligen Bedürfnissen kaufen, Personen, die hauptsächlich im Stadtverkehr unterwegs sind brauchen nicht unbedingt ein großes Auto mit viel PS. Was sich ändern wird ist die Antriebstechnologie, die wird in Zukunft auch bei den großen Autos klima- und umweltschonender sein.
Die Premium-Autohersteller sind derzeit bemüht ihre Standards auch bei den Klein- und Kompaktwagen umzusetzen. Ein großer Vorteil, den Audi gegenüber BMW hat ist, dass Audi zum Volkswagen-Konzern gehört und deshalb kann Audi von VW oder Skoda profitieren, die bereits viel Erfahrung im Kleinwagensegment haben. Auch bei BMW denkt man deshalb mittlerweile darüber nach mit anderen Autoherstellern zu kooperieren und gemeinsam mit einem Konkurrenz-Unternehmen an der Entwicklung neuer Kleinwagenmodelle zu arbeiten. Wahrscheinlich wird der französische Autobauer Renault der neue Partner des bayrischen Unternehmens, man darf also gespannt sein wohin diese Zusammenarbeit führt.
11 Naja ich hab schon bessere Sachen gesehen ! :S
Die Kleinwagen leben einfach davon, dass sie in der Stadt ideal angepasst sind, weil man leichter Parkplätze findet und sie weniger verbrauchen. Ich glaube nicht dass hier den großen Wagen Konkurrenz geschaffen wird, sondern dass es weitgehend eben Zweitwagen sind.